Volker Bernhard lebt als Autor, Kulturwissenschaftler und Medientheoretiker in Berlin. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit der kritischen Theorie des Wohnens, Ökosophie, Digitalität und immersiven Ausstellungspraktiken. Forschungsaufenthalte führten ihn an das Remarque Institute der New York University und an die Akademie der bildenden Künste Wien. Von 2020 bis 2025 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Medientheorie und Wissenschaftsgeschichte an der Bauhaus-Universität Weimar, 2025/26 Bauhaus-Promotionsstipendiat. Vorträge unter anderem an Universitäten in Paris, Belgrad, Delft und Rom; Studium der Sozial- und Medienwissenschaften in Berlin und Weimar.
Zuletzt veröffentlichte er den Aufsatz „The Dwelling Question: A Critical Theory of the Bourgeois Home“ in Theory, Culture & Society und war mit Henning Schmidgen Herausgeber von Félix Guattari, Die subjektive Stadt. Schriften zu Architektur und Urbanismus. Weitere Texte erschienen u.a. in Süddeutsche Zeitung, Deleuze and Guattari Studies, Zwitscher-Maschine, Die Zeit, Spex und taz.
Sein Dissertationsprojekt Nach Haus. Eine kritische Theorie des Wohnens bündelt Perspektiven aus Architektur, Kunst, Geschichte, Philosophie und Soziologie, um hegemoniale Vorstellungen vom westlichen Wohnen infrage zu stellen. Die Arbeit zeigt, wie sich das bürgerliche Wohnen im Laufe des 19. Jahrhunderts herausbildet und uns bis in die durch Digitalität und ökologische Krisen geprägte Gegenwart verfolgt. Im Zentrum steht dabei die gleichermaßen gesellschaftlich wie technisch fundierte, wechselseitige Hervorbringung der häuslichen Welt und ihrer Bewohner:innen.
Nach Haus zeigt die bedeutende Rolle des Wohnens bei Walter Benjamin, Félix Guattari, Paul Klee, Vilém Flusser und im Surrealismus. Die Arbeit stützt sich auch auf literarische Quellen und künstlerische Forschungen von u.a. Leonora Carrington, Max Ernst, Chantal Akerman, Agnès Varda und Dorothea Tanning.
